Die Geheimnisse der Indischen Küche

Das Geheimnis liegt nicht nur in der großen Auswahl an Gewürzen, sondern vor allem darin, sie sorgfältig aufeinander abzustimmen und beim Kochen so zu behandeln, dass ihr Aroma zur vollen Entfaltung kommt.

Als Kochgerät wird nur eine Pfanne auf offenem Feuer oder ein Tandoor (Holzkohlelehmofen) benutzt. Der Tandoor ist der Allzweckofen der Inder. Dieses universelle Gerät ist aus festgebranntem Lehm und meist krugförmig auf dessen Boden Brennholz entzündet wird. 

Darauf kann man eine Pfanne oder einen Topf stellen. Der Tandoor kann gleichzeitig als Backofen verwendet werden. An die durch die Glut erhitzten Aussenwände wird der tellerförige Naan (Fladenbrot) geklebt und dort gebacken, was nur einige Minuten dauert. 

Naan ist nicht nur eine Beilage zu den Curries, sondern sie ersetzen auch das Besteck. Mit Naanstückchen nimmt der Inder seine Speise auf und löffelt damit auch die Sauce. 

Die Etikette verbietet es, mit der linken Hand zu essen. Diese ist für Schmutzarbeiten zuständig. Ein nicht zu verzeihender Fauxpas ist es daher, die linke Hand beim Essen oder zum Händeschütteln zu verwenden.